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Namendeutung
Die verschiedenen Namenlexika lassen verschiedene Deutungen des Familiennamen Kling zu. Die wahrscheinlichste ist die Ableitung von dem mittelhochdeutschen Wort Klinge, welches aus dem althochdeutschen Wort Chlinga entstand. Im allgemeinen wurde als Klinge eine Talschlucht, oder eine Schlucht mit einem rauschenden Bach bezeichnet. Folgt man dieser Definition, so gehört der Name zu den Wohnstättennamen. Der Stammvater könnte also an einer Klinge gelebt haben. Allerdings ist das Wort zum Teil regional unterschiedlich besetzt. Das Wörterbuch der Gebrüder Grimm gibt hier interessante Aufschlüsse:

Bach
Zum einen  kann der ursprüngliche Grund der Benennung das Rauschen des Wassers sein. Es wurde als klingen bezeichnet. In der Pfalz werden  aufgrund des Wassergeräusches viele Bäche als Klingel bezeichnet. Hier wird also der Bach selbst zum Gegenstand der Benennung. Bsp. (ahd):"Die Chlinga sint Winteres peforen, so der warmo Wint chumet, so smilzet das Is und loufent danne die Chlinga".

Talschlucht
Hierunter wurden zumeist enge Gebirgstäler verstanden. Der Begriff des Wassers war hier nicht mehr das entscheidende, im Vordergrund der Deutung stand die Talschlucht. Bsp.:"Er zog sich an der steilen Bergseite hin und gerieth in eine Vertiefung, die von oben nach dem Thälchen herablief, wie sie, vom Volke Klingen genannt, in den Bergwäldern sich häufig finden". Natürlich kam es auch vor, daß durch  diese Klingen auch Bachläufe führten. Bsp: "Das Flüßlein, so vom Buchwald durch die Klinge zwischen der keiserlichen Münz und Zehethaus in die Flut fellet".

Das Wort Kling oder Klinge fand schließlich auch Einzug in verschiedene Flur- und Städtenamen. So kennen wir heute Orte wie Kling (Bayern), Klings (Thüringen), Klingelbach (Rheinland-Pfalz), Klingenberg am Main (Hessen), Klingenmünster (Rheinland-Pfalz) oder Klingenthal (Sachsen).